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Stamm Greiffenclau

Bericht: Schweden

Pfadi-Stufe
18.08.1999 - 29.08.1999

[u]Teilnehmer:[/u] Andrea, Babsi, Dennis, Janina, Jürgen, Nadine, Nadja, Schorsch, Tamara, Tobi D., Trixi und Tobi T.

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[*]Mittwoch, 18.08
Um 5 Uhr, zur fast schon unmenschlichen, morgendlichen Zeit, starteten 13 Mitglieder des Pfadfi-Trupps gen Schweden. In einer kurzen Lager-Anfangsrunde erbaten wir uns Gottes Begleitung und Schutz für unsere Abenteuerfahrt. Am Abend vorher hatten wir den Bus und das Auto schon mit unserem Gepäck und Material gesattelt, so dass?wir nur noch in die Fahrzeuge springen mussten und ab gings auf die Autobahn.
Es folgte eine stundenlange Autobahnfahrt, die eigentlich nur die Fahrer strapazierte, unsere Youngsters hatten in unserem Luxus-Bus, aber auch zu dritt im Auto, genug Platz um zu schlafen, zu futtern und nach vorne zu plärren, sie wollten doch jetzt endlich mal wieder die eigene Kasette im Bus-Dolby-Surround hören.
Gegen Mittag erreichten wir die erste Fährüberfahrt von Puttgarden nach Rødby. Dann folgte wieder fahren, gurken, zwiebeln, düsen...km-Fresserei in Dänemark. Gegen 16 Uhr die zweite windige Erfrischung an Deck, die zweite Fahrt durch den Öresund von Helsingor nach Helsingborg. Endlich Schweden!!! Paul mussten wir im Hafen zurcklassen, er reiste weiter nach Norwegen. Ihm noch mal vielen Dank für seine Mitfahrt, so hatte Tamara im Auto immer Ansprach und Entlastung mit der Fahrerei. Jetzt fuhren wir noch 50 km ins schwedische Hinterland. Nach ein wenig Sucherei fanden wir ein nettes Schlafplätzchen auf einer Kuhweide mit schwedischem Wasseranschluss in Form eines rot bepinselten Bauernhofes. Nach 13 Stunden Anreise war dann für uns Fahrer auch das Ende der Fahnenstange erreicht und gut erholte Mitfahrer bauten mit "grenzenloser Begeisterung" die Kothen auf. ...und nach dem Essen dann nur noch auf allen vieren in die Koje gekrochen.[/*]
[*]Donnerstag, 19.08
Früh brachen wir unser Lager ab, um möglichst rasch einen dieser sagenumwobenden schwedischen Seen zu suchen, den wir am Abend vorher nicht mehr zu Gesicht bekamen.
Es folgte das Abbau Ritual, welches in Wiederholung noch häufiger die zwei Wochen folgen sollte. Dann aber glücklicherweise immer zügiger, beim ersten Mal dauerte es schon ziemlich lange bis unsere Materialberge wieder in den Fahrzeugen verstaut waren.
Unser Ziel war einer der schönsten Seen von Skone, genannt IMMELN. Das Wetter zeigte sich von der rauheren Seite, es war ziemlich windig und kühl. Vor der Lagerplatz-Suche am IMMELN mussten wir aber noch kiloweise Postkarten einkaufen, die aber verblüffend schnell "verschrieben" waren. Den Rekord hielt zum Schluss die Janina mit 14 verschickten Karten.
Beim zweiten Anlauf hatten wir schon Glück und fanden einen wunderschönen Lagerplatz mit Klo und Steg, alles was das Herz begehrt. Der weitere Tag gestaltete sich aus rumliegen am Steg, schlafen, träumen, singen, Postkarten schreiben, für einige Wagemtige: Baden, und endete mit Kalorien zu sich nehmen und am Lagerfeuer sitzen.[/*]
[*]Freitag, 20.08
In der schwarzen Kohte, der Leiter-Kothe mit Anhang Tobi und Schorsch, regte sich grundsätzlich früher was. Die rote Kohte dämmerte zu der Zeit noch in tiefem Schlaf, Dabei war es grundsätzlich gar nicht so spät, so halb neun oder neun, also eigentlich keine schlechte Zeit zum Aufstehen, aber darüber gingen die Meinungen auseinander.
Das nicht vorhandene Thermometer stieg an diesm Tag um ein paar Grad, es "schauerte" nicht mehr und der Wind flachte ab. So nutzten die meisten den Vormittag noch zum Baden bzw. zu einigen "Ich-schmeiss-Dich-ins-Wasser" Ringkämpfen am Steg.
Dann brachen wir unser Lager ab, zum einen durften wir nur eine Nacht bleiben, zum anderen wollten wir noch andere Seen erleben. Das Tobi-Schorsch PKW-Team mit Tamara als Fahrerin wollte dann auch mal als Fährtensucher vorneweg fahren. Das mit dem Fährtesuchen in Form von Kartenlesen ging schon nach ein paar km voll in die Hose, dafür brachten sie uns anderweitig Glück. Total verfahren, mitten in der Pampa, war mit der Straße Schluss, jedoch endete sie an einem kleinen, schönen See. Dort fand sich auch eine "Skut", eine Wandererschutzhütte (der Weitwanderweg Skoneleden führte hier vorbei), Klos und Feuerstelle. Perfekt.
An dem Tag flog noch mal das Turteltaubenpaar Trixi und Dennis in kompletter Gaderobe in den See, warum wohl? Und wir köpften die leckere Wassermelone von Andrea. Dies sollte der letzte Schwimm- und Faulenztag werden, am nächsten Tag wollen wir den Haijk starten.
Am Abend wurde noch am Lagerfeuer gesessen, Rücken massiert (von Babsi "Rücken-Sex" genannt ?!), obwohl wir an dem Tag noch gar nichts auf dem Buckel hatten und es wurde viel gelacht. Aber nicht so viel gelacht am Abend des Hajk-Endes am Meer. Doch dazu später.[/*]
[*]Samstag, 21.08
Heute wurde der Hajk gestartet. Früh verließen wir unseren Lagerplatz in Richtung der Region BLENKINGE. Dort wollten wir bei Kristianshamm auf dem 190 km langen Weitwanderweg Blenkingeleden ein Stückchen laufen. Auf der Anfahrt zu unserer Einstiegstelle verließ?alle, bis auf das Leitungsteam, auf einmal die Motivation. Vielleicht weil wir schon einiges zu tragen hatten, vielleicht, weil manche am liebsten den bequemen Bus die zwei Wochen nicht verlassen hätten, auf jeden Fall, nach ein wenig Überredung brachen wir gegen Mittag auf.
Km 59 war unser Startpunkt. Der Weg war perfekt makiert, so konnte sich unser Feld entsprechend den unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten, auseinanderziehen, ohne dass wir uns verloren. Erst liefen wir durch ein Naturschutzgebiet, noch schöner als das ohnehin schöne Schweden, immer an den Seen entlang. Einen dieser Seen nutzten manche beim Mittagsstop auch zum Baden, andere schliefen in der Schutzhütte. Am Nachmittag setzte Regen ein, so dehnten wir unsere Mittagspause aus. Dann konnten wir ohne "Nässe von oben" jedoch noch eine Strecke wandern, eh wir dann gegen Abend ziemlich erschöpft einen Lagerplatz suchten.
An dem Abend wurden wir, nicht zum letzten Mal, von der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Schweden überrascht. Auf die Frage am Gartenzaun ob in der Nähe ein Laperplatz ist, wird man gleich eingeladen, mit dem Auto ein Stück vorzufahren und nach einem schönen Ort zu suchen; mit Kohtenstangen aus dem Schuppen und frischem Wasser wird man versorgt und unsere umgeknickte Nadine wurde von dem Ehepaar am nächsten Tag sogar noch mit dem Auto zum Zielpunkt chauffriert. Beeindruckend.
Weniger beeindruckend war, dass an diesem Abend beinahe unsere Wanderung ins Wasser gefallen wäre. Wir wollten an einem See zelten. Eine tiefschwarze Wolkenbank schob sich immer näher und zeigte baldigen Regen. Ohne Unterstellmöglichkeit für Gepäck und Person mussten wir schnellstens die Kohten aufbauen. Die Dramatik der Situation ließ aber ziemlich viele kalt, erst als es kurz nach Aufbau unserer Kohten kräftig anfing zu schütten, war manches (hoffentlich) klar. Nasse Schlafsäcke sind übel.
Früh gingen wir müde schlafen.[/*]
[*]Sonntag, 22.08
Der zweite Tag Hajk. Nadine wurde von dem netten schwedischen Ehepaar zum verabredeten Punkt 10 km weit gefahren, nicht ohne jedoch, wie sich später rausstellte, vorher noch gemästet zu werden. Nicht verschwiegen werden darf, dass Nadine eigentlich unbedingt mitwandern wollte, von uns Leitern fast schon mit Gewalt zur bequemen Variante berredet werden musste.
Wir anderen schlurften bei immer schöner werdendem Wetter immer vorwärts so vor uns hin, der Weg verlief wie die anderen Tage auch, immer sehr abwechslungsreich, mal per Trampelfpad durch den dichten schwedischen Wald, dann per Feldweg an einsamen Höfen vorbei, oder aber auch auf wenig befahrenen Straßen und durch Dörfer. Die Trampelpfade waren, obwohl landschaftlich urwüchsiger, bei vielen weniger begehrt, weil dann wegen dem Zick-Zack-Kurs die km-Markierugen länger auf sich warten ließen.
Am Nachmittag trafen wir dann schon auf Nadine und erst einmal wurde "Pasta Funghi" gegessen. Zweimal aßen wir am Tag warm, wir konnten unsere Vorräte aufbrauchen, da am nächsten Morgen die Möglichkeit bestand nachzutanken. Trotzdem wurde gefuttert wie die Scheunendrescher.
Weiterhin dösten wir ein paar Stunden in der Sonne, bis wir uns dann aufrafften noch ein paar wenige Meter zu laufen, dort hatten wir die Erlaubnis des Bauern auf seiner Weide zu schlafen. Neue Variante zum Kohte hochziehen ergab sich aus der Verwendung von Holzbohlen einer Feldwegbrücke. Abends gabs noch Milchreis und durchgewalkte Rücken. Zwischendurch flippte Tamara noch völlig weg, weil sie über Handy erfuhr, das ihre Schwester einen Sohn zur Welt gebracht hatte.[/*]
[*]Montag, 23.08>
An diesem Tag wollten wir unseren Hajk mit dem Erreichen des Meeres krönen. Eigentlich ein Klacks, nur noch 8 km. Doch irgendwie zogen die sich aber dann doch wie Kaugummi.
Vor dem Aufbruch, alle schliefen noch, setzte sich eine Einkaufs-Expeditionsgruppe ab. Trixi und Andrea opferten viel Schlaf und nahmen 6 km Lauferei auf sich, um beim Einkaufen zu helfen. Klasse. So pilgerten wir zu dritt zu einem Tante-Emma-Laden, um uns neu einzudecken. Zurück am Lagerplatz brachen wir nach dem Frühstück bei wolkenlosem Himmel zur letzten Etappe auf. Doch nicht alle kamn am Meer an.
An der Ostsee angekommen fehlten Babsi und Andrea. Bei der letzten Rast, 2 km vorher, waren sie noch da gewesen. Fast eine Stunde warteten wir sorgenvoll, beim Aufbruch zur Suche liefen sie zum Glück dann doch im Zielhafen ein, ihnen hatten rote Makierungen besser gefallen, so dass sie unsere orangenen aufgaben und lieber 2 km mehr liefen.
Nach 33 km, am Strand bei "km 92", endete unser Hajk. Tamara und ich machten uns sofort zum Trampen auf, um unsere Autos zu holen, die anderen hatten das Vergnügen, sich in der Sonne zu aalen. Nach 3 km "latscherei" auf der verkehrstechnisch toten Landstraße zum Meer hin, verfolgte uns die Befürchtung, ob wir wohl je unsere Autos erreichen würden. Alle 3 Tage kam ein Auto und raste vorbei. So mussten wir Überredungskunst einsetzen, eine in ihrem Auto heimkehrende Frau hatte keine Chance, sie fuhr uns dann auch einige km zur nächstgrößeren Straße. Dort ging wieder nichts, nur vorbeirauschende Autos. Doch hatten wir Glück, ein netter Schwede nahm uns mit, so nett, dass er uns mit einem für ihn großen Umweg direkt bei unseren Autos absetzte und uns noch einen genialen Insider-Tip mit auf den Weg gab. Die Bastu am See, doch dazu später.
Zurück am Meer kochten wir und machten es uns für die Nacht am Strand gemütlich. Dort ereignete sich auch die Begebenheit, die zu halbstündigem "Aus-dem-Häuschen"-Lachen führte, das bestimmt noch in Stockholm zu hören war. Als auslöser Betroffener kann ich jedoch nur schweigen.[/*]
[*]Dienstag, 24.08
Der Sommer war zurück, wieder ein warmer Tag ohne Wolken, nur Sonne, Sonne, Sonne. Am Vormittag lagen wir nun faul in der Sonne, unterbrochen durch Baden und Essen.
Der geheime Insider-Tip des Schwedens hatte Tamara und mich voll umgehauen. Nicht weit von unserer Hajk-Einstiegstelle lag mitten im Naturschutzgebiet an einem tollen See eine [u]Sauna[/u]. Mit Holz befeuert, Duschkomfort und Seetauchbecken. Einfach genial. Keine 100m weg war dann noch eine Lagerstelle mit Klo und Feuerstelle. Spitzenklasse.
Ganz und garnicht konnten wir mit diesem Platz bei unserer Gruppe punkten. "Wir wollen da nicht hin" etc. Was man nicht kennt, mag man nicht; oder so ähnlich. Aber es sollte anders kommen, alle wurden vom "Genial"-Virus zum Schluss befallen. Manch einer war aus der Sauna nicht mehr herauszurkriegen. Männer und Frauen hatten jeweils ihre eigene Sauna, die Frauen elektrisch, die Männer mit Holzofen. Außerdem gab es auch zwei Stege in den See, einen für die Jungs, einen für die Mädels. Am Anfang so mancher noch sehr gschamig, witzigerweise die mit der größten Klappe am meisten (Hallo Tobi, ich winke mit dem Laternenpfahl....), aber das legte sich dann bald.
Abends, das Herz-Kreislauf-System war am Ende, saßen wir noch lang singend ums Lagerfeuer.[/*]
[*]Mittwoch, 25.08
Morgens wurden wir unsanft von zwei Forstarbeitern geweckt, die uns "Camping forbjuden" in die Kohten plärrten. Wie uns aber später eine schwedischen Frau versicherte, darf man auf unserem Lagerplatz sehr wohl zelten. Vielleicht lag es an dem Schlachtfeld, das wir produziert hatten.Anmerkung: Der Zeltplatz sah katastrophal aus!!!
Nach dem Frühstück sprangen wir fast alle nochmal in die Sauna. Fast alle, heißt, Schorsch wollte lieber mit unserem gemieteten Ruderboot ein paar Runden auf dem See fahren, Tobi dudelte lieber mit seinem Walkman. Die Mädels hatten es einfach: Schalter umlegen, warten, saunen. Wir Jungs jedoch mussten ganz klassisch erst anschüren, eine ganze Stunde warten, bevor die Saunatempratur erreicht war.
Nach einigen Saunagängen (man munkelt, manch einer machte 6 Gänge), verließen wir unseren Lagerplatz. Wir wollten einen alten Lagerplatz aufsuchen, der kleine See mit Skut und mit dem für unseren Tobi T. entscheidenden Kriterium: [u]mit Klo[/u].
Doch daraus wurden nichts, der Platz war schon mit vielen Menschen belegt. Auf Nachfrage erklärte uns einer der dort campierenden Schweden einen anderen, angeblich auch sehr schönen Platz. Der Weg dorthin kostete uns eine längere Fahrt, einiges an Sucherei, und stellte sich zum Schlus als ein mooriger See ohne Bademöglichkeit heraus. Mit vielen Moskitos. Gelinkt! Es gibt also nicht nur menschenfreundliche Schweden. Aber fast nur.
Wegen der fast dreistündigen elenden Kurverei bei schönstem Wetter schwoll langsam aber sicher mein Hals kräftig an. So kurvten wir keinen "wohlgemeinten" Ratschlägen mehr hinterher, sondern steuerten unseren IMMELN-See an. Dort fand sich auch eine wunderschöne Badestelle, so musste nur noch der rauchende Kopf beruhigt werden.
Den späten Nachmittag verbrachten wir dort in der Sonne liegend, die Nacht auf einem gut im Wald versteckten Lagerplatz am See, mit Skut und allem was das Herz begehrt, angelegt für Wanderer des uns schon einmal begegneten Skonelden.
Abends bruzzelten wir unser Schweden-Abschiedsesen: Kotböllar. Die kleinen "Fleischpflanzen", in Form eines Tischtennisballs, servierten wir mit leckerer Soße, Reis, Kartoffeln und Salat. Ein richtiger Festtagsschmaus! Danach bereiteten wir noch eine Bowle, die uns singend am Lagerfeuer begleitete.[/*]
[*]Donnerstag, 26.08
Morgens setzten wir uns Richtung Dänemark in Bewegung. Mittags nahmen wir die Fähre nach Helsingor, ne Stunde später war Kopenhangen erreicht. Der Sommer verabschiedete sich und der Himmel bewölkte sich stark. Der Campingplatz war klein, aber sehr schön direkt am Meer in einem alten Fort gelegen, eben ein typisch nordischer. Die Jungs und Mädels hatten aber wohl Campingplätze der Adria-Küste im Kopf, manch einem fehlte die Disco und der Pool.
Glück sollten wir mit dem Wetter an diesem Tag nicht mehr haben. Es fing an zu regnen, trotzdem wollte ein Teil unserer Gruppe noch mal in die Innenstadt gucken. Meine Wenigkeit stellte dabei unwissenderweise den Bus arg weit weg von der Innenstadt ab, so dass?wir bei strömendem Regen einige km hätten laufen müssen. So blieben wir in der Vorinnenstadt hängen und die durchgeweichte Bande musste mit Pommes erweckt werden. Anmerkung: Was bis heute keiner wusste: Ich (also Tobi D.) hab mir dort eine Pizaa 4 Jahreszeiten reingedrückt....
Zurück auf dem Campingplatz intensivierte sich der Regen noch und es regnete und regnete und regnete bis zum Schlafengehen. Kräftigst telefoniert wurde den Abend noch, der Geldsegen ging am Campingplatzbesitzer jedoch vorbei, sein Münztelefon gab irgendwann keinen Piep mehr von sich. So mussten wir für die Telefonzelle noch Telefonkarten auftreiben, sonst hätte Babsie mit ihrem Schatzi in der Heimat nicht 2 Stunden !! telefonieren können.[/*]
[*]Freitag, 27.08
Das Wetter wurde wieder richtig gut, Interesse, die Millionenstadt Kopenhagen kennenzulernen ergab sich so nicht mehr bei allzu vielen, die meisten wollten an den Strand und sonnen. So fuhren Nadine, Tamara, Schorsch, Tobi T. und ich in die Innenstadt zum Einkaufen und Sehenswürdigkeiten bestaunen. Mir hat Kopenhagen, die wahre Hauptstadt des hohen Nordens, sehr gut gefallen, andere haben sie nie gesehen.
Den ganzen Tag verbrachten wir in Kopenhagen, sämtliche Babyabteilungen durchstöbern für Tamaras Benjamin, wie sieht denn das aus, die Patentante kommt nach Hause ohne einen Kaufen Geschenke?
Nach dem letzten großen Einkauf im Lager, die Dänen haben noch nicht mal Raviolis, mussten wir uns dann für den Samstag mit Geschnetzeltem begnügen. Nadine hat da ganze Überzeugungsarbeit geleistet, dass wir ohne Geschnetzeltes wohl alle elendig eingehen würden.
Der Abend setzte sich zusammen aus spät Essen, am Strand Sitzen, nochmalig Jahrhunderte telefonieren, um dann auch irgendwann in den Schlafsack zu kriechen.[/*]
[*]Samstag, 28.08
Der vorletzte Tag des Lagers. Nach einigen Einkäufen im Kopenhagener Stadtteil Hellerup, Janina fand leider kein geeignetes Geburtstagsgeschenk für ihren Michi, brachen wir unsere Zelte ab. Auf- und Abbauen, Zusammenräumen, klappte in der zweiten Woche viel besser, in der ersten Woche herrschte noch Krankheit: "Aber ich hab [u]mein[/u] Zeug doch schon eingeräumt!"
Kurz nach 1 Uhr mittags setzten wir uns auf die Autobahn, um kurz vor 4 Uhr erreichten wir noch die Fähre und gegen Abend trudelten wir bei einem alten Freund von mir ein. Stefan wohnte bei Lübeck, mit Frau und Kind, 2 Katzen und Haus, es war schön die Familie samt 1-jährigem Wonneproppen nach langer Zeit wieder mal zu sehen.
Nach 2 Stunden mussten wir wieder aufbrechen, wir wollten noch ein Stück fahren. Erst verfransten wir uns noch in dem Dörfergewirr im Lübecker Hinterland, aber wir erreichten die Autobahn und steuerten relativ bald zum Kochen einen Rastplatz an.Anmerkung: Recht bald??? Es war 23 Uhr...
Unser Geschnezeltes wurde mit Elan zubereitet, zu Beginn war alles gut. Dann folge Krisenmanagement. Zuerst machte unsere Propangasflasche schlapp, aber kein Problem, wir hatten ja noch Benzinkocher und Gaskocher vom Hajk. Nachdem fast alle fertig waren, beerdigte sich dann auch noch der Benzinkocher, die Zuleitung zum Brenner war an der heissen Unterseite der großen Pfanne durchgeschmort. Zum Glück war das Essen fertig und musste mit dem Gaskocher nur noch erhitzt werden.
Nach dem Esen gings gestärkt noch bis kurz nach Mitternacht weiter auf der Autobahn, bis wir dann hinter Hannover die Autobahn verliessen, ein ruhiges Plätzchen suchten und aus dem Auto direkt in die Schlafsäcke in eine Wiese fielen.[/*]
[*]Sonntag, 29.09
Schon um 7 Uhr düsten wir los(*naaaa super, 6 Std Schlaf*), um die letzten 350 km zu schaffen. Gegen Mittag erreichten wir alle wohlbehalten und zufrieden unsere Kirche, so kehrten wir nach 2576 gefahrenen km in 12 Tagen mit vielen Erlebnissen und Abenteuern zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Es musste dann nur noch ausgeladen werden, einige säuberten den Bus, und André?half uns, den Bus nach Lohr zurückzubringen. Ihm, und auch Frank für die Busabholung am 27. nochmals vielen Dank.[/*]
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Jürgen
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